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Entbindungsstation

Phasen der natürlichen Geburt

Die Geburt kann unter Vorbehalt in zwei Phasen unterteilt werden: Latenzphase – von 0 bis etwa 4 cm Ausdehnung des Muttermundes; Aktivphase – von etwa 4 cm bis zur vollständigen Ausdehnung des Muttermundes mit der Geburt des Neugeborenen und der Plazenta.   Die Latenzphase der Geburt Тази фаза винаги започва плавно. Началните контракции могат да […]

18.03.2022 | 14:21

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Die Geburt kann unter Vorbehalt in zwei Phasen unterteilt werden:

  • Latenzphase – von 0 bis etwa 4 cm Ausdehnung des Muttermundes;
  • Aktivphase – von etwa 4 cm bis zur vollständigen Ausdehnung des Muttermundes mit der Geburt des Neugeborenen und der Plazenta.

 

Die Latenzphase der Geburt

Тази фаза винаги започва плавно. Началните контракции могат да бъдат объркани с подготвителни и да не се усещат като болка, а като напрежение в корема, стягане и дискомфорт. Интервалът между контракциите в началото е голям, като постепенно намалява. Едновременно с това продължителността, силата и усещането за контракция се увеличава. Честите позиви за уриниране могат да бъдат сигнал за контракции, които не усещате като болка и напрежение.

Diese Phase beginnt immer langsam. Die anfänglichen Kontraktionen können mit den vorbereitenden Kontraktionen verwechselt werden und nicht als Schmerzen empfunden, sondern als Anspannung, Straffung und Diskomfort im Unterleib. Das Intervall zwischen den Wehen ist anfangs groß und nimmt dann allmählich ab. Gleichzeitig nehmen die Dauer, die Stärke und die Empfindung der Kontraktion zu. Häufiger Harndrang kann ein Anzeichen für Wehen sein, die Sie nicht als Schmerz und Anspannung wahrnehmen.

Die Latenzphase der Geburt dauert so lange, bis der Muttermund auf etwa 4 cm geöffnet ist. Wenn die Fruchtblase noch nicht geplatzt und das Fruchtwasser noch nicht abgegangen ist, ist es normal, dass der Geburtsvorgang unterbrochen und nach einigen Stunden (oder sogar Tagen) wieder aufgenommen wird. Aus diesem Grund wird diese Phase als „Latenzphase“ bezeichnet – es wird keine Wehenstimulation und keine Analgesie vorgenommen, außer im Falle eines möglichen Problems (Verschlechterung des Babyzustands, Übertragung, andere Anzeichen einer Normabweichung).

Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus aufgenommen werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihre Wehen aufgrund des Stresses durch die veränderte Umgebung verschwinden. Eine Epiduralanalgesie wird in diesem Stadium der Wehen nicht eingesetzt.

Aktivphase der Geburt

Sie verläuft in mehreren Stadien: weitere Ausdehnung des Muttermundes, Senkung des Babys ins Becken, Platzen der Fruchtblase, Geburt des Babys, Geburt der Plazenta. In unseren Entbindungsbetten können Sie zwischen verschiedenen Entbindungspositionen wählen. Es ist ratsam, diese in der frühen Phase der Geburt mit Ihrer Hebamme zu testen, um die für Sie bequemste Position zu finden.

  • Ausdehnung des Muttermundes

Die Zeitspanne der Muttermundausdehnung hängt von den individuellen Körpereigenschaften sowie von der Stärke und Intensität der Kontraktionen ab. Als „vollständige“ Muttermundausdehnung gilt eine konventionell akzeptierte Muttermundausdehnung von etwa 10 cm. In der Praxis ist die „vollständige“ Muttermundausdehnung jedoch diejenige, bei der Ihr Baby den Muttermund passieren kann. In dieser Phase werden Mittel zur medikamentösen Wehenstmulation (meist als kontinuierliche intravenöse Oxytocin-Infusion) und zur Linderung der Geburtsschmerzen (Epiduralanalgesie/EDA) eingesetzt.

Bewegung und das Einnehmen verschiedener Körperhaltungen tragen zur natürlichen Beschleunigung des Prozesses bei. Sie können dabei Geburtsbälle, ein Tragetuch zur Unterstützung, eine schwedische Wand oder Matratzen verwenden. Ein warmer, auf die schmerzenden Stellen gerichteter Wasserstrahl hat eine gute schmerzlindernde, entspannende und feuchtigkeitsspendende Wirkung. Dazu können Sie auf Wunsch das an den Entbindungsraum angeschlossene Bad und die darin befindliche abnehmbare Dusche benutzen.

Bei aktiven Wehen (Wehen mit einer Dauer von ca. 30-40 Sekunden und einem Intervall zwischen ihnen von ca. 5 Minuten, die länger als eine Stunde anhalten) schreitet die Muttermundöffnung in der Regel um ein Zentimeter pro Stunde voran. Die Wasseraufnahme sollte in dieser Zeit in kleinen Schlucken erfolgen, wobei die Mundhöhle und der Rachenraum gut befeuchtet werden sollten. Zuckerhaltige Süßigkeiten (Bonbons) versorgen Ihren Körper schnell mit reiner Glucose, die für die gute Funktion der Gebärmuttermuskeln und die Wirksamkeit der Gebärmutterkontraktionen notwendig ist.

  • Platzen der Fruchtblase (Blasensprung)

Bei einer natürlichen Geburt platzt die Fruchtblase spontan bei einer Muttermundöffnung von etwa 6-7 cm. Zuvor wird der Druck des Fötus auf den Muttermund gemildert, so dass das Schmerzempfinden geringer ist, die Muttermundöffnung aber langsamer voranschreitet. Nach dem Blasensprung steigt das Schmerzempfinden aufgrund des stärkeren Drucks des Babykopfes auf den Muttermund.

  • Abstieg des vorangehenden Teils des ungeborenen Kindes in den knöchernen Geburtskanal

Bei seinem Abstieg ins Becken passt das Baby unter der Einwirkung der treibenden Kräfte (Wehen) allmählich die Form und Position seines Kopfes an den knöchernen Geburtskanal an, um mit seinem kleinsten Umfang und Durchmesser die weitestmöglichen Stellen zu passieren. Der Prozess ist langsam und findet bei normalem Geburtsverlauf gleichzeitig mit der Muttermundöffnung statt.

Die Dauer der Drehbewegung und des Abstiegs des vorangehenden Teils des ungeborenen Kindes hängt weitgehend von den Eigenschaften des Beckens der Gebärenden, der Größe des Babys und seiner individuellen Anpassungsfähigkeit sowie der Wirksamkeit der Gebärmutterkontraktionen ab. Die aufrechte Position und die Bewegung der Gebärenden wirken neben den Gebärmutterkontraktionen und der Schwerkraft als zusätzlicher Stimulus für diesen Abstieg.

Der Zustand des Babys wird durch regelmäßige Kontrolle der Herztöne und gegebenenfalls durch Aufzeichnung mit einem Geburtsmonitor überwacht. Vaginale Untersuchungen (Tastuntersuchungen) werden routinemäßig etwa alle zwei Stunden (bei Bedarf auch häufiger) zur Beurteilung des Geburtsfortschritts durchgeführt.

  • Geburt des Kindes

Die Geburt des Kindes findet im Kreißsaal unter der Obhut einer Hebamme und eines Geburtshelfers/Gynäkologen sowie – falls Sie sich für eine Epiduralanästhesie entschieden haben – eines Anästhesieteams statt. Der Kinderarzt steht unmittelbar nach der Geburt bereit, um das Neugeborene zu übernehmen.

In diesem Stadium ist das Schmerzempfinden nicht mehr vorhanden, es ist durch das Pressgefühl ersetzt worden. Die halb aufrechte Position Ihres Körpers erleichtert das Pressen, reduziert die Belastung der Weichteile am Beckenausgang und verringert die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen und Rissen.

Die Herztöne des Kindes werden nach jeder Wehe überwacht, um den Zustand des Babys rechtzeitig zu beurteilen und den Umgang mit Lebens- und Gesundheitsrisiken neu zu bewerten.

Wenn die Hebamme, die Sie während der Wehen unterstützt, Ihnen signalisiert, mit dem Pressen aufzuhören und zu atmen, sollten Sie versuchen, ihre Anweisungen zu befolgen – zu diesem Zeitpunkt versucht sie, die Geburt des Babykopfes reibungslos zu gestalten und mögliche Traumata und Risse zu vermeiden. Die Geburt der Schultern und des Körpers des Babys ist in der Regel problemlos. Im Falle von Schwierigkeiten sollten Sie den Anweisungen der Hebamme und des geburtshelfenden Arztes folgen, damit die Schultern des Babys nacheinander geboren werden.

  • Die Geburt der Plazenta (Nachgeburt)

Die Geburt der Plazenta ist relativ schmerzfrei. Sie werden angewiesen, zu pressen, damit die Plazenta spontan ausgestoßen wird. Häufig wird ein Medikament verabreicht, um die Geburt der Plazenta zu beschleunigen (intravenös, meist Methergin/Oxytocin zur Epiduralanästhesie) und den Blutverlust zu verringern.

Nach der Ablösung und Geburt der Plazenta wird diese sorgfältig auf Vollständigkeit untersucht. Besteht der Verdacht auf verbleibende Reste der Nachgeburt in der Gebärmutter, wird die Gebärmutterhöhle mit Instrumenten ausgeschabt (s.g. Ausschabung der Gebärmutter). Der Eingriff wird unter intravenöser Kurzzeitanästhesie oder mit Anästhesie über einen Epiduralkatheter unter Epiduralanalgesie durchgeführt. Bei intrauterinen Eingriffen erfordert der Standard der guten klinischen Praxis (GCP, Good Clinical Practice) die Verabreichung von intravenösen Antibiotika.

Falls Sie sich dafür entschieden haben, die Stammzellen Ihres Kindes aufzubewahren, müssen Sie das Team, das die Stammzellen aufbewahren wird, und das Team der von Ihnen ausgewählten Stammzellen-Bank, zu Beginn der Geburt informieren. Sie müssen zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Kindes im Kreißsaal anwesend sein.

Falls Sie die Stammzellen Ihres Kindes nicht einlagern möchten, wird die Plazenta nach der Geburt und Untersuchung gemäß den Vorgaben der Verordnung über die Sondermüllentsorgung entsorgt.

Nach jeder vaginalen Entbindung wird der weiche Geburtskanal inspiziert und etwaige Risse werden mit speziell dafür entwickelten sterilen Instrumenten und Nahtmaterial repariert. Die Rekonstruktion erfolgt in Lokalanästhesie, unter Einwirkung einer Epiduralanästhesie oder, falls erforderlich, in intravenöser Kurzzeitanästhesie.

Nach Geburtsabschluss wird die Geburt im Geburtsblatt der Gebärenden, im Neugeborenen-Krankenblatt und in den Normenbüchern des Kreißsaals vermerkt. Für die nächsten zwei Stunden bleiben Sie zusammen mit Ihrem Baby zur Beobachtung im Kreißsaal. Der ereignislosen frühen postnatalen Phase folgt dann Bewegung und anschließend werden Sie zusammen mit Ihrem Baby in die Postnatale Klinik verlegt.

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