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Aufenthalt in der postnatalen Klinik

Je nach Geburtsverlauf ist Ihr Aufenthalt in der Postnatalen Klinik unterschiedlich lang – in der Regel drei Nächte nach einer normalen Geburt und vier Nächte nach einer Geburt per Kaiserschnitt. Während dieser Zeit stehen Sie unter ärztlicher Aufsicht, und wir werden nicht nur Ihre Erholung überwachen, sondern Sie auch bei Ihrem erfolgreichen Stillstart unterstützen.

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Klinikaufenthalt nach einer natürlichen Geburt

Bei einer natürlichen Geburt werden Sie und Ihr Baby nach der Zeit unter ärztlicher Aufsicht und nach dem Aufstehen in die Postnatale Klinik verlegt.

 

In der Postnatalen Klinik sind gesunde Neugeborene und gesunde Mütter stets zusammen, außer bei der morgendlichen Neugeborenenvisite und in den Stunden, in denen die Babys gepflegt werden. Es wird empfohlen, dass Ihr Baby auch nachts bei Ihnen bleibt – so können Sie es stillen, wann immer es möchte und die ständige Mutter-Kind-Beziehung sicherstellen.

Klinikaufenthalt nach einer Geburt per Kaiserschnitt

Nach einer chirurgischen Entbindung beträgt der Aufenthalt auf der Intensivstation zwischen 6 und 24 Stunden, je nach Ermessen des/der AnästhesistIn. Wenn Ihr Zustand es zulässt, dürfen Sie Wasser trinken, und sich zu einem späteren Zeitpunkt auch bewegen. In den ersten Tagen nach der Operation werden Sie ein Ziehen verspüren und Schmerzen beim Aufstehen haben. Machen Sie sich keine Sorgen – das sind ganz normale Empfindungen, die Sie nicht an Ihrer Bewegung hindern sollten, und die allmählich vergehen werden. Bevor Sie das Bett zum ersten Mal verlassen, sollten Sie einige leichte Dehnübungen für einzelne Körperteile (Arme, Beine) machen. Denken Sie daran: Das Aufstehen sollte immer sanft, mit Pausen, mit geradem Kopf und Rücken erfolgen. Wenn Sie sich schwach fühlen, bleiben Sie liegen, suchen Sie eine Stütze zum Festhalten und atmen Sie langsam und tief!

Während Ihres Aufenthalts auf der Intensivstation ist Ihr Baby in der Obhut unserer Kinderärzte und Hebammen auf der Neonatologie-Station, wo es alles erhält, was es braucht. Danach werden Sie in die Postnatale Klinik verlegt, wo das Neonatologie-Team Sie und Ihr Baby wieder trifft. Es wird empfohlen, dass Ihr Baby auch nachts bei Ihnen bleibt – so können Sie es stillen, wann immer es möchte und die ständige Mutter-Kind-Beziehung sicherstellen.

VIP- Apartment

Das VIP-Apartment ist ein besonderer Bereich, der aus zwei Räumen besteht – einem Schlafzimmer und einem Wohnzimmer mit Küche und eigener Terrasse. Es wird gesondert von der Entbindungsgebühr berechnet und nach vorheriger Vereinbarung über das Callcenter des Krankenhauses gebucht.

Es ist auch möglich, im VIP-Apartment zu zweit zu wohnen, d.h. eine Begleitperson mitzunehmen. Bitte beachten Sie, dass es möglich ist, dass sich Ihr Buchungsdatum für das VIP-Apartment mit dem Aufenthalt einer früher Gebärenden darin überschneiden kann, wenn es sich bei ihr aus medizinischen Gründen ein längerer Krankenhausaufenthalt ergeben hat und sie das VIP-Apartment an Ihrem Aufnahmetag nicht verlassen kann.

Über das Stillen

Während Ihres Aufenthalts im Krankenhaus „Nadezhda“ helfen Ihnen die Hebammen der Neugeborenenstation und der Postnatalen Klinik beim Stillen Ihres Babys, wenn Sie dies wünschen.  Wenden Sie sich an sie, wenn Sie eine Frage haben oder Unterstützung brauchen.

 

Bei Bedarf – auf Ihren Wunsch oder auf ärztliche Empfehlung – kann das Baby mit künstlicher Säuglingsmilch gefüttert werden, die in der Milchküche der Neugeborenenstation zubereitet wird.

 

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kind künstliche Säuglingsmilch erhält, können Sie Ihre Wünsche äußern, und wenn es der Gesundheitszustand Ihres Kindes zulässt, werden sie befolgt.

 

In der Postnatalen Klinik stehen Ihnen 20 mechanische und eine elektrische Klinikmilchpumpe zur Verfügung, die im Sterilisationsraum des Krankenhauses bei 121 Grad sterilisiert werden.

 

Sie können auch Ihre verfügbare persönliche Milchpumpe verwenden und diese im Sterilisator sterilisieren, der Ihnen in der Kantine der Postnatalen Klinik zur Verfügung steht.

 

Die Heimsterilisatoren entsprechen nicht den modernen medizinischen Qualitätsanforderungen an die Sterilität. Es ist daher nicht ratsam, fremde, im Sterilisationsraum des Krankenhauses nicht sterilisierte Geräte/Pumpen/Aufsätze zu verwenden.

 

Es ist daher empfehlenswert, Folgendes dabei zu haben und bei Bedarf zu verwenden:

  • Einweg-Stilleinlagen bei spontanem Austreten der Muttermilch;
  • Brustwarzencreme (muss reines Lanolin medizinischer Güte enthalten und vor dem Stillen NICHT entfernt werden).

 

Die beste und natürlichste Nahrung für ein Neugeborenes ist die Muttermilch. Sie enthält alle notwendigen Nährstoffe und biologisch aktiven Substanzen für die richtige Entwicklung des Kindes. Die Muttermilch enthält auch einen hohen Wasseranteil, so dass es nicht notwendig ist, dem Säugling zusätzlich Wasser zu geben.

 

Es wird empfohlen, das Neugeborene bis zum Alter von 6 Monaten ausschließlich zu stillen, aber manchmal ist dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Wenn das Kind nicht die für sein Alter erforderliche Muttermilchmenge erhalten kann, wird es entweder mit Spendermilch zugefüttert oder  es erfolgt der Umstieg auf die künstliche Säuglingsmilch, d. h. auf eine Milchnahrung, die dem kindlichen Bedarf angepasst und der Muttermilch ähnlich ist.

 

Es wird nicht empfohlen, Kinder unter 1 (einem) Jahr mit unangepasster (nicht adaptierter) Milchnahrung zu füttern, da ein Allergierisiko besteht.

 

Unabhängig davon, ob Ihr Baby Muttermilch oder adaptierte Milchnahrung erhält, nutzen Sie die Fütterungszeiten, um eine Bindung zu ihm aufzubauen.

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