gynäkologie

Office-Hysteroskopie

Die Office-Hysteroskopie ist ein minimal invasives Verfahren, bei dem der Genitaltrakt einer Frau ambulant und ohne Narkose mit einer Minikamera untersucht wird. Neben zu diagnostischen Zwecken wird diese Methode bei chirurgischen Eingriffen wie der Polypen-, Myom-Entfernung, bei Adenomyose, Biopsie zur Feststellung von bösartigen Gebilden in der Gebärmutterhöhle, eingesetzt.

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Die Geschichte der Office-Hysteroskopie begann 1980 mit der Entwicklung des ersten Instruments für diesen Zweck, das nur dazu diente, das Innere der Gebärmutter mit Hilfe eines optischen Teleskops, des Hysteroskops, zu betrachten. Im Jahr 1997 wurde die Methode durch die Entwicklung eines Instruments verfeinert, das nicht nur der Betrachtung diente, sondern auch für chirurgische Eingriffe geeignet war. Der erste Spezialist, der die beiden Verfahren „See and treat“ („betrachten“ und „operieren“) miteinander kombinierte, war Dr. Stefano Bettocchi aus Italien.

Das Verfahren begann sich schon vor 20 Jahren zu etablieren, vor allem bei kleineren chirurgischen Eingriffen im Zusammenhang mit der Entfernung von Polypen, kleinen Myomen oder beim Vorhandensein von Septen. In den letzten 10 Jahren wurden zahlreiche neue Instrumente entwickelt, darunter auch der medizinische Laser, mit denen sich eine sehr große Bandbreite an Verfahren durchführen lässt.

Mit den bereits entwickelten und verfügbaren Instrumenten kann die Office-Hysteroskopie alle Erkrankungen in der Gebärmutterhöhle behandeln.

Über die Office- Hysteroskopie

Wie der Name Office-Hysteroskopie schon sagt, wird dieser Eingriff in der Arztpraxis, ohne Narkose, ohne besondere Vorbereitung und ohne Krankenhausaufenthalt durchgeführt. Er wird in den ersten reinen Tagen des Monatszyklus (unmittelbar nach der Menstruation) vorgenommen, wenn die Gebärmutterschleimhaut noch nicht gewachsen ist. Je nachdem, ob es sich um eine diagnostische oder eine operative Hysteroskopie handelt, dauert der Eingriff zwischen 10 und 20 Minuten. Mit einem optischen Untersuchungsinstrument mit einem Durchmesser von nur 3-4 mm wird die Vagina (Scheide) penetriert und der gesamte Genitaltrakt der Frau begutachtet.

Diese minimal invasive Methode ermöglicht eine schnelle und genaue Diagnose von Erkrankungen, bei denen Ultraschall- oder gynäkologische Untersuchungen nicht aussagekräftig genug sind: Erkannt und reseziert werden dadurch kleine Polypen, feine Verwachsungen, Defekte der Gebärmutterhöhle, Schwangerschaftsreste nach einer unvollständigen Ausschabung (nach einem Schwangerschaftsabbruch), Endometrioseherde usw.

Die Office-Hysteroskopie bedarf keiner Narkose, da der Durchmesser der verwendeten Instrumente etwa 3-4 mm beträgt, d. h. so groß ist wie ein Instrument zum Einsetzen einer Gebärmutterspirale. Die Erfahrung und das Geschick des Operateurs sind bei diesem Verfahren entscheidend, um das Schmerzsyndrom zu reduzieren.

Die meisten Patientinnen vergleichen ihr Empfinden während des Eingriffs mit  Menstruationsbeschwerden, die nach Abschluss des Eingriffs schnell abklingen.

In sehr seltenen Fällen kann auf eine zervikale Analgesie zurückgegriffen werden.

Gelegentlich kann es bei Eileiterdurchgängigkeit zu Übelkeit kommen, die auf die während des Eingriffs in die Bauchhöhle eindringende Flüssigkeit zurückzuführen ist.

Die Office-Hysteroskopie ist ein minimal invasiver chirurgischer Eingriff, der bei bestimmten Beschwerden vorgenommen wird, wie:

  • Verdacht auf Verwachsungen oder beim so genannten Asherman-Syndrom;
  • Blutungsstörungen, insbesondere bei Frauen in der Menopause;
  • Gescheiterte In-vitro-Versuche;
  • Zyklusänderung nach einem Schwangerschaftsabbruch;
  • verlegte Spirale zur Empfängnisverhütung;
  • Menstruationskrämpfe (Dysmenorrhö).
  • Vorliegen einer Entzündung;
  • Schwangerschaft.

Wünschenswert ist es, dass Sie ausgeruht, entspannt und satt in die Arztpraxis kommen. Sollten Sie eine niedrige Schmerzempfindungsschwelle haben, können Sie vor Eingriffsbeginn Schmerzmittel einnehmen.

Während der Office-Hysteroskopie beobachten Sie zusammen mit dem/der ArztIn den Vorgang. Sie haben die Kontrolle über die Situation, bei Schmerzen oder Unbehagen kann der Eingriff abgebrochen werden.

Nach dem Eingriff kann es zu leichten Blutungen oder Schmierblutungen kommen, die innerhalb von 2-3 Tagen abklingen. Sobald die Blutung aufhört, können Sie wieder sexuellen Kontakt aufnehmen.

Nach dem Ermessen Ihres/Ihrer behandelnden ArztIn kann eine Nachuntersuchung nach 10-15 Tagen empfohlen werden.

Vorteile der Office- Hysteroskopie

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