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Immunologisches Labor

Der Bereich für klinische Immunologie wurde 2005 gegründet und arbeitet seither mit Dr. Stamenov und seinem IVF-Zentrum zusammen.

Fürsorge, Empathie, Expertise, Präzision.
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Das Team besteht aus hochqualifizierten SpezialistInnen auf dem Gebiet der klinischen Immunologie und der Laborimmunologie, die Konsultationen und Untersuchungen zur Diagnostik und Überwachung der Immuntherapie bei Patientinnen mit Reproduktionsproblemen, bei schwangeren Frauen mit Autoimmunerkrankungen sowie bei angeborenen und erworbenen Immundefekten durchführen.

Das Immunsystem. Immunologische Störungen bei Reproduktionsproblemen

Das Immunsystem ist eines der ausgeklügeltsten und komplexesten Systeme des Körpers und fungiert als erste Verteidigungslinie gegen Antigene. Antigene sind Proteine auf der Zelloberfläche, die die Zelle als „eigen“ oder „fremd“ identifizieren. Das Immunsystem neutralisiert oder zerstört fremde Proteine durch eine Immunreaktion und erhält so die Homöostase des Körpers aufrecht (als essenzielles Prinzip für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts des Körpers gegenüber den sich verändernden Lebensbedingungen).

Immunologische Störungen, die mit wiederholten Fehlgeburten und fehlenden Einnistungen einhergehen, sind die Folge von beeinträchtigter Antikörperreaktion, und können in zwei Kategorien eingeteilt werden: autoimmun und alloimmun. Autoimmun ist die mütterliche Immunreaktion auf die Schwangerschaft. Bei Autoimmunerkrankungen stößt die Frau ihre eigenen Proteine ab, d. h. sie identifiziert sie als eine drohende Krankheit, und die Autoantikörper sind Antikörper, die ihre eigenen Antigene angreifen. Bei einer alloimmunen immunologischen Störung reagiert die Mutter mit einer Immunreaktion auf die genetischen Komponenten des Vaters in der Schwangerschaft, d. h. sie stößt die Proteine des Mannes ab. Beide Störungsarten können durch Bluttests festgestellt werden.

Die immunologischen Probleme gehören zur Kategorie der die Schwangerschaft beeinflussenden umweltbedingten Ursachen. Die Möglichkeit für eine erfolgreiche Schwangerschaft hängt weitgehend vom komplexen Zusammenspiel komplexer immunologischer Vorgänge ab, die darauf abzielen, die Gebärmutter in ein Umfeld für die Entwicklung des Embryos, des sich entwickelnden Fötus und der Plazenta zu verwandeln. Manchmal können diese Immunmechanismen in die falsche Richtung laufen, und je nachdem, wie oder wann dies geschieht, kann eine Frau eine Fehlgeburt haben, nicht schwanger werden oder nach einer In-vitro-Fertilisation nicht schwanger werden können.

Immunologische Untersuchungen bei Paaren mit Reproduktionsproblemen werden in Abhängigkeit von den anamnestischen Daten und nach Ermessen eines Facharztes bzw. einer Fachärztin für Immunologie durchgeführt. Die Behandlung ist komplex und richtet sich nach den Besonderheiten des Einzelfalls und den Ergebnissen der angeordneten immunologischen Tests. Der individuelle Therapieansatz im Einzelfall ist das Leitprinzip. 

Die häufigsten Anomalien bei Patientinnen mit Reproduktionsproblemen sind in erster Linie zelluläre Faktoren, insbesondere NK-Zell-Subpopulationen im peripheren Blut und im Endometrium, deren Gleichgewicht eine wichtige Rolle bei der Regulierung der mütterlichen Immunantwort auf das Embryo, die Einnistung und die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft spielt. Ein nicht kleiner Anteil der Patientinnen hat Autoimmunerkrankungen – das Vorhandensein von Autoantikörpern.

Immunologische Tests werden nach Rücksprache mit einem Facharzt bzw. einer Fachärztin für klinische Immunologie bei allen schwangeren Frauen mit einer Anamnese von wiederholten Fehlgeburten und Risikoschwangerschaften – Präeklampsie, HELLP-Syndrom in einer früheren Schwangerschaft – sowie bei schwangeren Frauen mit Autoimmunerkrankungen und Immundefekten angeordnet.

Die immunologische Untersuchung von peripherem Blut erfolgt nach venöser Blutentnahme, erfordert keine vorherige Patientenvorbereitung, ist vom Menstruationszyklus unabhängig und muss nicht auf nüchternem Magen durchgeführt werden.

Für die immunologische Untersuchung von endometrialen Parametern entnimmt der Gynäkologe bzw. die Gynäkologin der Frau während des „Implantationsfensters“ des Menstruationszyklus Biopsiematerial.

Laborergebnisse

Sie können Ihre Laborergebnisse online in Ihrem Patientenprofil einsehen.

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